CfP Industrielle Beziehungen

Forschungsmethoden im Feld der industriellen Beziehungen

Die Forschung im Feld der industriellen Beziehungen kann auf eine lange empirische Tradition und breite Erfahrungen mit unterschiedlichsten qualitativen und quantitativen sozialwissenschaftlichen Erhebungs- und Auswertungsverfahren zurückblicken. Da in der Regel das Interesse am Forschungsgegenstand im Zentrum steht, werden methodische und methodologische Fragen häufig eher beiläufig thematisiert. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund aktueller struktureller Veränderungen von Erwerbsarbeit (z.B. von Arbeitserfahrungen, organisationalen Prozessen oder Beschäftigungsverhältnissen) und deren (De-)Regulierung (durch unterschiedliche nationale und globale gesellschaftliche Akteure und Institutionen), stellen sich Fragen nach angemessenen und produktiven methodischen Vorgehensweisen in neuer Art und Weise. Wie kann Forschung aussehen, um solche – und andere – Wandlungstendenzen angemessen abzubilden? Welche Methoden können wie zum Erkenntnisfortschritt in der Arbeitsforschung beitragen? Die Zeitschrift Industrielle Beziehungen plant für das Jahr 2016 die Veröffentlichung einer Serie von Beiträgen zum Thema „Forschungsmethoden“, welche in lockerer Folge in den Heften des 23. Jahrganges der Zeitschrift erscheinen werden. Die Reihe eröffnet die Möglichkeit zur Reflexion forschungspraktischer Erfahrungen und zur Diskussion methodologischer Fragen im Feld der industriellen Beziehungen.

Mögliche Themen oder Fragestellungen sind:

  • Forschungspraktische Umsetzung und Reichweite etablierter Erhebungs- und Auswertungsmethoden,

  • Vorschläge zur Weiterentwicklung einzelner Methoden,

  • Erfahrungen mit bislang weniger etablierten Ansätzen (etwa mit Bild- und Videoanalysen),

  • Spezifische Herausforderungen qualitativer und quantitativer Verfahren bei der Erforschung von Erwerbsarbeit (z.B. Betriebszugang, Key-Informant-Problematik, Stichprobenbildung und Gewichtung),

  • Reflexion ‚neuer‘ methodischer Anforderungen aufgrund von Entwicklungsdynamiken im Forschungsgegenstand (z. B. Analyse sozialer Netzwerke, qualitative Längsschnittstudien),

  • Kennzeichen und Potenziale von Mixed-Method-Ansätzen und Triangulation,

  • Auseinandersetzungen mit den methodologischen Grundlagen der Forschung (z. B. zu den theoretischen Annahmen bei der Auswahl bestimmter Methoden und zur Verschränkung von Theorie und Empirie),

  • Forschungsethische Fragen und Probleme des Datenschutzes,

  • Fragen der Datenarchivierung und Sekundäranalyse,

  • Kritik an und Anschlussmöglichkeiten an nationale und internationale Debatten in den Methoden der Sozialforschung.

Abstracts zu diesen Themen können eingereicht werden bis zum 31.07.2015 (bitte als Datei an Hampp@RHVerlag.de). Die Reihe wird von Rainer Trinczek, Jessica Pflüger und Wenzel Matiaske betreut.

Die Veröffentlichung der auf Basis der ausgewählten Abstracts erstellten Aufsätze erfolgt in den Heften des Jahrgangs 2016.

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