Industrielle Beziehungen

Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management

The German Journal of Industrial Relations

Print ISSN 0943-2779        Internet ISSN 1862-0035

 

Herausgeber / Editors

Ziele / Objectives

Schwerpunkt-Hefte / Special Issues

Leitfaden / Guidelines

Inhalte / Contents    2005 ff. (s. e-journals)   inkl. Archiv 

Preise / Prices, Information e-journals


 

Herausgeber:

 

Ingrid Artus, Universität Erlangen-Nürnberg

Martin Behrens, Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

Wenzel Matiaske, Universität der Bundeswehr Hamburg

Werner Nienhüser, Universität Duisburg-Essen

Britta Rehder, Ruhr-Universität Bochum

Carsten Wirth, Hochschule Darmstadt

 

vormalige Herausgeber:

Dorothea Alewell, Universität Hamburg

Berndt Keller, Universität Konstanz

David Marsden*, The London School of Economics and Political Science

Walther Müller-Jentsch*, Ruhr-Universität Bochum

Dieter Sadowski*, Universität Trier

Jörg Sydow*, Freie Universität Berlin

Franz Traxler*, Universität Wien †

Hansjörg Weitbrecht*, Universität Heidelberg

 

Herausgeber-Beirat:

Dr. Bernd Brandl, The York Management School

Prof. Dr. Ulrich Brinkmann, Universität Trier

Prof. Dr. Colin Crouch, University of Warwick

Prof. Dr. Olaf Deinert, Universität Göttingen

Prof. Dr. Virginia Doellgast, London School of Economics and Political Science

Dr. Roland Erne, UCD School of Business Dublin

Dr. Michael Fichter, Freie Universität Berlin

PD Dr. Ursula Holtgrewe, FORBA Wien

Prof. Dr. Uwe Jirjahn, Universität Trier

Prof. Dr. Guglielmo Meardi, University of Warwick

Dr. Torsten Müller, Europäisches Gewerkschaftsinstitut Brüssel

Prof. Dr. Renate Ortlieb, Universität Graz

Prof. Dr. Ludger Pries, Ruhr-Universität Bochum

Prof. Dr. Claus Schnabel, Universität Erlangen-Nürnberg

Prof. Dr. Bernd Waas, Universität Frankfurt

Prof. Dr. Arnold Windeler, Technische Universität Berlin

 

* Gründungsherausgeber


Datenbank-Erfassung / Abstracting and Indexing Services:

BLISS, JSTOR, EBSCO, International Bibliography of the Social Sciences (IBSS), Journal Citation Reports/Social Sciences Edition, RePEC (Research Papers in Economics), ProQuest.

Urheberrechte: Die mit Namen gekennzeichneten Beiträge stellen nicht in jedem Fall die Meinung der Herausgeber oder des Verlages dar.
Die in IndBez veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, einschließlich das der Übersetzung in fremde Sprachen, bleiben vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder andere Verfahren) reproduziert oder in eine von Maschinen (z.B. DV-Anlagen) verwendbare Form übertragen werden. Auch die Rechte der Wiedergabe durch Vortrag, Funk- und Fernsehsendung, im Magnettonverfahren oder ähnlichem Wege bleiben vorbehalten. Fotokopien für den persönlichen und sonstigen eigenen Gebrauch dürfen nur von einzelnen Beiträgen oder Teilen daraus als Einzelkopien hergestellt werden. Jede im Bereich eines gewerblichen Unternehmens hergestellte oder benutzte Kopie dient gewerblichen Zwecken gemäß §54(2)UrhG und verpflichtet zur Gebührenzahlung an die VG WORT, Abt. Wissenschaft, Goethestr. 49, D – 80336 München.

Redaktion / Freiexemplare / Abonnements
Contributions / Free Copy Order / Subscription
Rainer Hampp Verlag, IndBez, Marktplatz 5, D - 86415 Mering
E-mail:
Info/at/RHVerlag.de   (/at/ = @)


Ziele / Objectives

Industrielle Beziehungen sind jene Netzwerke, Institutionen und Systeme, in die die verschiedenen Akteure der Arbeitswelt eingebunden sind und mit denen sie ihre wirtschaftlichen Austauschverhältnisse und sozialen Konfliktbeziehungen faktisch gestalten und normativ regeln. Es reicht heute nicht mehr aus, diese Akteure mit dem traditionellen dichotomischen Modell von Kapital und Arbeit zu beschreiben; ihre mannigfache Ausdifferenzierung in Rollen, Koalitionen und Organisationen sowie ihre zunehmende Interdependenz machen komplexere Analysekonzepte erforderlich.
In angelsächsischen Ländern konnten sich Industrial Relations schon früh als eigenständiges Wissenschafts- und Praxisgebiet etablieren. Im deutschen Sprachraum fand dieses Feld nur bei einem kleinen Kreis von Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen Aufmerksamkeit, obwohl die deutsche institutionelle Lösung des industriellen Konflikts wegen seines Erfolgs in vielen Ländern mit großem Interesse studiert wurde.
In jüngster Zeit werden den industriellen Beziehungen auch in Deutschland größere Aufmerksamkeit gewidmet. Es sind vor allem die organisatorischen und technischen Umwälzungen in der Arbeitswelt und die politischen Veränderungen in Europa, die Wissenschaftler und Praktiker vor neue Herausforderungen stellen. Die europäische Einigung provoziert den Vergleich der historisch herausgebildeten nationalen Systeme industrieller Beziehungen und wirft die Frage auf nach ihrer Leistungsfähigkeit für die Konflikt- und Problemverarbeitung in einer dynamischen, vom globalen Wettbewerb bestimmten Wirtschaft. Industrielle Beziehungen werden nunmehr auch als zentrale Aufgabe des Managements gesehen. Der Untertitel – Arbeit, Organisation und Management – trägt diesen Veränderungen Rechnung.
Die Zeitschrift will den genannten Wandel zum Thema machen und bietet allen an den industriellen Beziehungen Interessierten ein aktuelles Forum der Analyse und Diskussion.

The journal Industrielle Beziehungen closely follows the dialogue between the disciplines and the further development of interdisciplinary conceptual tools that fall within its field. Each issue of the journal includes three or four original contributions with German and English summaries. In addition to the mainly German language contributions, articles in English are also published.
 


Schwerpunkthefte / Special Issues

Osteuropa (3/1994)
Arbeit in Unternehmensnetzwerken (4/1994)
Das deutsche Modell (1/1995)
Öffentlicher Dienst (2/1995)
HRM und industrielle Beziehungen (4/1995)
Industrielle Beziehungen im europäischen Wirtschaftsraum (3/1996)
Arbeit und Arbeitsbeziehungen in der Medienindustrie (1/1997)
25 Jahre novelliertes BetrVG (3/1997)
Veränderungsprozesse in Organisationen (1/1998)
Modernisierung im Öffentlichen Dienst (3/1998)
Unternehmensnetzwerke und Industrielle Beziehungen (1/1999)
Industrielle Beziehungen in der Bauwirtschaft (3/1999)
Theorieansätze zur Analyse industrieller Beziehungen (1/2000)
Rechtsökonomische Theorien der Arbeitsbeziehungen (4/2000)
Dienstleistungsarbeit (1/2001)
Mitbestimmung und Arbeitnehmerpartizipation auf dem Prüfstand I (4/2001)
Mitbestimmung und Arbeitnehmerpartizipation auf dem Prüfstand II (1/2002)
Tarifverhandlungssysteme und Tarifpolitik in Europa (1/2003)
Tarifpolitik in Deutschland (2/2003)
Industrielle Beziehungen im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienz und sozialer Gerechtigkeit (4/2003)
Collective Actors in Industrial Relations: Which Future?  (1+2/2004)
Corporate Governance und Mitbestimmung  (3/2005)
Globalisierung und transnationale Arbeitsbeziehungen (1/2006)
Gewerkschaftsmitgliedschaft in Deutschland: Strukturen, Determinanten und Tendenzen (2/2007)
Symposium: Overseas Perspectives on the Future of German Employment Relations (2/2008)
Spartengewerkschaften (4/2008)
Betriebliche Interessenvertretung (2/2009)
Transnationale Unternehmen und Gewerkschaften in Osteuropa (2/2010)
Staat und Erwerbsarbeit (1-2/2011)
Betriebliche Beschäftigungssysteme (2/2012)
Sozialpartnerschaft in der Krise – Bewährung oder Krise der Sozialpartnerschaft? (4/2012)
Temporary Organization and Workers’ Representation (2/2013)
Atypische Beschäftigungsverhältnisse (1/2014)
Neue Entwicklungen in der Gewerkschaftsforschung (3/2014)
Arbeit – Politik – Recht: Das Recht(ssystem) als Forschungsdesiderat in den Arbeitsbeziehungen (1/2015)
Industrielle Beziehungen und Arbeitsmarkt (3-4/2015)
Entgrenzung von Organisation und Arbeit? Herausforderungen für Arbeitsrecht, Management und Mitbestimmung (2/2016)
Arbeitswelten und industrielle Beziehungen – zwischen Einfacharbeit und hochqualifizierter Arbeit (4/2016)


Leitfaden für Autoren und Autorinnen

1. Manuskripte sind an die Redaktion zu senden, vorzugsweise als Datei per E-Mail.

2. Der Autor bzw. die Autorin erhält 1 Exemplar der Zeitschrift mit seinem/ihrem Beitrag sowie eine autorisierte PDF-Datei ihres/seines Beitrags zur freien Verfügung. Eine darüber hinausgehende Honorierung erfolgt nicht.

3. Eingehende Beiträge werden einem betreuenden Herausgeber sowie den anderen Herausgebern zur Kenntnis weitergeleitet, der über die Einleitung des Begutachtungsverfahrens entscheidet. Der Beitrag wird anonymisiert und einem doppelt verdeckten Begutachtungsverfahren unterzogen.
Im positiven Fall wird der Beitrag  an den/die AutorIn zur Überarbeitung zurückgegeben. Der/die Autor/in wird gebeten, die Überarbeitung in einem Schreiben darzulegen. Der betreuende Herausgeber entscheidet dann, ob die Überarbeitung den in den Gutachten gemachten Auflagen entspricht.
Ziel dieses Reviewprozesses ist weniger die Identifikation ungeeigneter Beiträge als die konstruktive Kritik der eingereichten Beiträge. Der Zeitplan sieht deshalb grundsätzlich eine Überarbeitung vor.
Grundsätzlich haben alle Herausgeber Einblick in die einzelnen Schritte des Begutachtungsverfahrens.

4. Die Herausgeber gehen davon aus, dass Manuskripte ausschließlich der Zeitschrift Industrielle Beziehungen eingereicht werden. Eine anderweitige Veröffentlichung vor oder nach Publikation in der Zeitschrift Industrielle Beziehungen ist aus urheberrechtlichen Gründen nicht erlaubt bzw. bedarf der Genehmigung.

5. Umfang: Das Manuskript soll nicht mehr als 60.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen.

6. Das Manuskript sollte mit Zwischenüberschriften versehen sein. Bei einer dekadischen Gliederung sollte die Gliederungstiefe zwei Stufen nicht überschritten werden. Für weitere Untergliederungen können Zwischenüberschriften ohne Nummer eingefügt werden.

7. Dem Beitrag ist ein Abstract im Umfang von max. ca. 15 Schreibmaschinenzeilen in deutscher und in englischer Sprache voranzustellen. Darin sollte das Problem, die angewandte Methode. das Hauptergebnis in wissenschaftlicher und ggf. in praktischer Hinsicht dargestellt sein.
Ferner ist ein Autoren-Profil nach folgendem Muster zu erstellen: Dr. Günter Müller, Jg. 1959, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin, Institut für Management, Garystr. 6, D - 14195 Berlin. E-Mail: __________.

8. Am Ende des Manuskriptes ist ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis der zitierten Literatur (nicht: Verzeichnis der gesamten themenrelevanten Literatur) nach folgendem Muster zu verwenden:
Bücher mit Verfasser: Müller, G./Schulze, W. (2004): Industrielle Beziehungen in den Neuen Bundesländern. 2. Aufl. Hamburg.
Bücher mit Herausgeber: Schuster, F. (Hg.) (2006): Industrielle Beziehungen in den Neuen Bundesländern. 2. Aufl. Hamburg und München.
Perrow, C./Meyer, C./Finney T.H. (Eds.): Industrial relations in Europe. Reading, Mass.
Aufsätze in Sammelwerken: Meier, H./Schuster, F./Huber, G./Meier, R. (2005): Industrielle Beziehungen in den Neuen Bundesländern. In: Schuster, F. (Hg.): Industrielle Beziehungen in Deutschland. Hamburg: 1050-1070.
Legge, K. (1995): HRM. Rhetoric, reality and hidden agendas. In: Storey, J. (Ed.): Human resource management: A critical text. London: 31-56.
Aufsätze in Zeitschriften: Müller, G./Schulze, W. (1992): Industrielle Beziehungen in den Neuen Bundesländern. In: Zeitschrift Industrielle Beziehungen, 6: 352-384.
Lengnick-Hall, C.A./Lengnick-Hall, M.L. (1988): Strategic human resources management: A review of the literature and a proposed typology. In: Academy of Management Review, 13: 454-470.
Es ist darauf zu achten, dass Titel und Erscheinungsort durch einen Punkt getrennt werden. Hinter dem Erscheinungsort steht ein Doppelpunkt, danach die Seitenangabe, dann ein Punkt; bei einem Zeitschriftenbeitrag folgt nach der Zeitschrift ein Komma, dann die Jahrgangsnummer, Doppelpunkt, Seitenangabe, Punkt.
Bei mehreren zitierten Titeln des gleichen Autors wird ggf. der Zusatz a, b (ohne Leerzeichen vor dem Buchstaben) gemacht: 1980a statt 1980.

9. Die Zitierung erfolgt durch Nennung der Autoren und der Jahresangabe im Text (Harvard-Methode). Beispiel: Müller/Schulze/Huber/Meier (1980) zeigen in ihrer Analyse ... oder: Die gleichen Auswirkungen werden auch von anderen Autoren behauptet (z.B. Meier/Schuster/Huber/Meier 2005; Jagow/Strehl 1991). Zwei Quellenangaben sind also durch Semikolon zu trennen. Bei mehr als drei Autoren wird ab der 2. Erwähnung so zitert: Meier et al. (2005). Etwaige Seitenangaben finden sich in den Klammern: Jagow/Strehl (1980: 40-41) oder Jagow/Strehl (1980: 38-62). Bei wirklichen Zitaten folgt die "Quellenangabe in Klammern unmittelbar nach dem Anführungsstrich" (Meyer 1991: 12), i.d.R. gefolgt von einem Satzzeichen. Autorennamen im Text sollen nicht hervorgehoben werden.

10. Fußnoten, die über das ganze Manuskript durchnumeriert sind, sollen nur im Ausnahmefall (z.B. für umfassendere Kommentierungen) verwendet werden. Die Fußnoten sind wie vom Textprogramm vorgegeben zu formatieren, Fußnotenziffern hochgestellt. Fußnotenzählung soll automatisch vom Programm durchgeführt werden (z.B. bei WORD keine Eingabe von Fußnotenzeichen). Aus optischen Gründen sollte die Fußnote nach dem Satzzeichen gesetzt werden.

11. Abbildungen und Tabellen erhalten vom Autor eine Überschrift und eine laufende Nummer, auf die im Text verwiesen wird (s. Abb. 3). Abbildungen und Tabellen müssen in die Datei integriert werden.

12. Absatz-, Zeilen- oder zeichenbezogene Formatierungen (wie Einzug, kursiv, andere Schriftarten) sollen im Text zurückhaltend benutzt werden. Es gibt im veröffentlichten Text nur eine Art der Hervorhebung, und diese ist kursiv. Versalien sollen ausschließlich für Abkürzungen (z.B. DGB) oder bestimmte Begriffe (z.B. WORD) verwendet werden, nicht für für Autoren, nicht für Hervorhebungen und nicht in Überschriften.

13. Der Beitrag muss vom Autor/der Autorin gründlich Korrektur gelesen werden. Es empfiehlt sich, eine weitere Person damit zu betrauen.

14. Texteingabe: Text muss grundsätzlich linksbündig, endlos, ohne Trennungen erfasst werden. Dies darf auch bei der Formatierung für den Ausdruck nicht verändert werden! Vor dem Ausdruck sollte auch kein Trennprogramm angewendet werden! Der Text darf niemals mit Hilfe von Leerzeichen angeordnet werden (z.B. für Einzüge oder Passagen mit tabellarischem Charakter), bitte immer Tabulatoren oder ein Absatzformat verwenden! Falls mehrere Personen an Eingabe oder Bearbeitung beteiligt sind, muss sichergestellt werden, dass diese Tätigkeiten einheitlich erledigt werden! Es gelten die Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung!

16. Überarbeitete Fassung: Bitte per E-mail: Hampp/at/RHVerlag.de.

16. Die in der Zeitschrift Industrielle Beziehungen veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen., der Vervielfältigung und Verbreitung auf CD ROM oder anderen Datenträgern, bleiben vorbehalten.

17. Aus Kapazitätsgründen können nur formal überarbeitete Beiträge zum Druck angenommen werden.
 

Beispiel Leitseite eines Artikels:
 



Autor/in*


Titel. Untertitel*

Dem deutschen Tarifsystem wird eine nachlassende Gestaltungskraft attestiert, festgemacht am sinkenden Denkungsgrad der Tarifverträge sowohl bezogen auf die Betriebe wie auf die Beschäftigten. Damit jedoch nur die formelle Seite der Tarifverträge angesprochen, nicht die faktische. Notwendig sind Ergänzungen in zwei Richtungen. Zum einen ist zu fragen, ob Unternehmen, die einem Arbeitgeberband angehören, sich auch an die Tarifverträge halten, was zunehmend bezweifelt wird. Zum anderen ist die Fragen, in welchem Maße sich die nicht tarifgebundenen Unternehmen an Tarifverträgen orientieren, Normen und Verfahren übernehmen und sich somit als free rider des Tarifsystems betätigen. Der Artikel kommt zu dem Ergebnis, dass in tarifgebundenen Unternehmen der Verpflichtungscharakter der Tarifverträge nachgelassen hat und Unterschreitungen tariflicher Mindestnormen in einem durchaus relevanten Umfang stattfinden, gleichzeitig jedoch nicht tarifgebundene Unternehmen sich in starkem Maße tariflicher Vorgaben bedienen bzw. an die dort gesetzten Standards anlehnen. Die These der „Erosion der Flächentarifverträge“ wird dadurch nicht zwar widerlegt, aber relativiert. Gezeigt wird zudem, dass sich hinsichtlich der Prinzipien, Verfahren und Systeme der Lohnfindung zwischen beiden mehr Ähnlichkeiten als Unterschiede finden und nicht tarifgebundene Unternehmen in der Gestaltung ihrer Lohnsysteme nicht innovativer sind als tarifgebundene.

English Title and Subtitle
Statistics on the German collective bargaining system point to a declining number of companies  and employers, covered by jointly negotiated agreements on wages and employment conditions. While this tune in a formal sense, the practical side or ´the implementation reality´ has to be added. To obtain a fuller picture, we have to ask, if companies, bound to wage agreements by their membership in employers´ associations, still follow such obligations in all details. and to what extent do companies outside this legal obligations informally subscribe to this collective clauses and thus, act as free riders of the system. The article concludes, that the(will) preparedness of companies to strictly follow agreements of their own bargaining agent is weakening and undercutting of minimum standards takes place in an substantial manner. At the same time, however, companies outside such legal agreements develop a tendency to lean towards them an accept them for their own setting. While this additional aspects do not falsify the hypothesis of an erosion of multi-employers agreements´, they modify such simplifications. The article shows further that there are more similarities than differences when it comes to principals, procedures and systems of wage-fixing and that companies, not bound to collective contracts, do not more innovative methods of wage setting than those, which formally subscribe to multi-employer bargaining agreements.

Key words:  collective bargaining systems, agreements,
                    salaries, wage policy, wage systems (JEL: J24, J31, J53, M12)
______________________________________________________________________________
* Name, Jg. 1949, Korrespondenz-Adresse. E-Mail.
** Artikel eingegangen: 
     revidierte Fassung akzeptiert nach doppelt-blindem Begutachtungsverfahren:
 


 

Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit.
Thanks for visiting us.

 oben/up  zurück/back  Home  Kontakt